Aha! Ich denke also suboptimal über Usability!

Nenene, so geht es wirklich nicht.
Auf meiner Todo-Liste ist genug “Do” bis Ende September.
Heute Mittag erreicht mich dann diese Mail:

...
Bin morgen nachmittag bei frau XXXXXX -
können sie bis dahin das XXXXX soweit fertig machen.
...

Alles klar – ich schreib zurück:

Puh,
also die Oberfläche für den XXXXXX bekomm ich hin -
ohne Funktion dahinter allerdings.
...

Also setze ich mich an das Projekt und baue an der Admin-Oberfläche. Was, so glaubte ich er mit “soweit fertig machen” gemeint hat.

Insgesammt waren zu dem Projekt noch 3*2 Seiten Word-Doc mit Änderungen und eine 2-Screens lange Email mit den Änderungen offen.

Als ich das umgesetzt hatte (einige Tage davor) habe ich ihm dann eine Email geschrieben:

...
fertig ist:
- Frontend ... ... ((Viel))... ...
noch zu tun ist:
- Antwort System Backend (für die Praxis)
- SMS Versand (Anbindung an Server-Hardware)
     -> Herr XXXXX hat schon Emails
- "Powerd By XXXXXX" - unten rechts -> Logo in so klein schlecht erkennbar
     -> (Geht auch als "Nur-Text"?)
...

Noch zusätzlich mit den Links zum Entwicklungs-Server damit er sich das anschauen kann.

Vor einigen Minuten wolle ich ihm fragen:

  • wie genau das Backend ausschauen soll
  • was ich mit dem “Powerd By XXXXX” machen soll

Er schaut sich kurz das Backend an. Meint nur
Das Backend?! – nein das ist unwichtig – das Frontend ist wichtig – zeigen Sie mal das Frontend
War ja so klar er hat die Mail nicht mal angeschaut
– wozu schreibe ich eigentlich Emails?!

Ich also Frontend aufgemacht und gleich “Ja aber das Feld in dem Formular sollte auf eine extra Seite davor – DAS HABE ICH ABER AUCH GESAGT!“.
Dann fängt er an über das eine Feld “rumzudiskutieren” – naja ehr ein Monolog über Gott und die Usability-Welt.
Was das Feld macht und wie es sich auswirkt – verhaspelt sich in Wiedersprüch. Als ich versuche zu wiederholen was er gerade gesagt hat …

Haut mir irgendwelche Wortphrasen um die Ohren.
Zusammenfassung:

mehr Aufpassen, mal zuhören, nicht so verkomplizieren,
suboptimal, sie denken schonwieder falsch, usw...

Und geht wieder…

Wow, und jetzt?

  • Meine Frage ist nicht beantwortet!
  • Muss ich das Backend jetzt überhaupt machen?
  • Soll ich in Zukunft das Mailschreiben einfach lassen?
  • Brauche ich ein Diktiergerät oder eine Wanze in meinem Büro?
  • Das eine Feld ändern – mehr nicht?

Ach, egal dann “Arbeite” ich halt an irgend was anderes. Oder geh zu nem Tierarzt-Labor.

Zu Lieblings-Wort vom Chef: Suboptimal

...Wer mehr Bildung andeuten will, als er wirklich hat, mag es verwenden.
...Da war Pippi Langstrumpfs "Spunk" schon viiieeel besser
...dürfte dem eher im üblichen Marketing- und Werbe-Blabla Anwendung finden.

derandereGrafiker meinte gerade “na, so haste wenigstens was das du posten kannst” – na danke ^^

Ach schau an – Feierabend – ich hau ab…

One Response to “Aha! Ich denke also suboptimal über Usability!”

  1. Keep Smoking » Blog Archive » Noch ein Tag im Irrenhaus… Says:

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